Ein Liedlein und drei Batzen
L. Greger
Die Sonne lockt mich froh hinaus
mit ihren blanken Strahlen,
sie muss um meinen Wanderstrauß
ein gülden Band mir malen.
Ich ziehe aus mit leichtem Blut
und pfeife mit den Spatzen;
der Frohsinn ist mein Hab und Gut,
ein Liedlein und drei Batzen.
Es steht ein Wirtshaus tief im Grund,
wo hell die Vöglein singen;
Frau Wirtin grüßt mit rotem Mund,
mein Herzblut fühl' ich springen!
„Du blonde Wirtin wunderfein,
bei dir will ich mich latzen;
ich biete dir für Herz und Wein
ein Liedlein und drei Batzen!“
Juchheißa, wie das kleine Lied
fidel zum Himmel klettert,
as ob im jungen Buchenried
ein Fink sein Verslein schmettert!
Und als beim letzten Sonnenblick
das Nestlein lockt die Spatzen,
hab' ich erkauft beim Wein das Glück
für's Liedlein und drei Batzen.