Es lebe das Waidwerk
L. Greger
Hebt sich wohl höher und freier die Brust,
als bei des Jagens unendlicher Lust
da draußen im grünen Reviere?
Wenn durch die Kronen der Sturmwind zieht,
dringt mit brausender Macht hervor unser Lied:
Horrido! Es lebe das Waidwerk!
Wenn durch den Nebel der Schuss sich bricht
und beim aufflammenden Morgenlicht
der König der Wälder verendet,
tönt aus dem Horn mit Macht der Schall,
und die Felsen rufen im Widerhall:
Horrido! Es lebe das Waidwerk!
Wenn im Frührotschein der Urhahn balzt,
auf braunem Plane der Spielhahn falzt,
der schwarze Heidegeselle,
wenn im Dreieckflug die Enze zieht,
rauscht es mit tausend Stimmen durch das Ried:
Horrido! Es lebe das Waidwerk!