Ewige Liebe

M. Jaëll

Im rauschenden Bach, im brausenden Wald

in schäumenden Meer ergiesst sich mein Herz

Die Liebe wohnt drinnen, unfasslich erglüht

des Glückes Erinnern in ewigen Trieb

Unfasslich erscheint der nahenden Tag,

die sehnende Stunde, des Dasein's Genuss!

Es schwinden die Schanken, es dehnt sich die Brust

die Welt zu begrüssen im weilenden Kuss

In Allem, was lebt, wohnst du, o Geliebte,

es ahnt dich mein Herz an jeglichem Ort

Nie seh' ich die Erde allein und verlassen

ich seh' sie mit dir, o schimmernde Lust!

Nie ahn' ich den Himmel, als kenn' er dich nicht

ich seh dich als Göttin und so wird es Licht

Nie fühl' ich mein Herz verlassen von dir

so lebe ich ewig in ewiger Lieb'!