Farbloser Tag

M. Schweikert

Farbloser Tag und sonnenlose Schwüle.

Der Weg so leer und lang. Die Luft so schwer.

Still steht das Korn; im Laub kein Windgewühle;

nichts spürt, noch rührt die Luft zu leben mehr.

Fast fahr ich auf, als mir vorüber, schräge,

ein Zug geschreckter Vögel schreiend fliegt.

Verloren folg ich so dem leeren Wege,

wo nichts mich hält und nichts mich weiter zieht.

Farbloser Tag und sonnenlose Schwüle.

Der Weg so leer und lang. Die Luft so schwer.

Still das Korn; im Laub kein Windgewühle;

nichts spürt noch rührt die Luft zu leben mehr.