Die Hoffnung dient zum Stabe

Mozart, Wolfgang Amadeus

Die Hoffnung dient zum Stabe,

ja, biz zum späten Grabe

jedem guten Mann,

ja, jedem guten Mann,

dass er zwar wohl klagen,

nur nicht verzagen kann,

aber nicht verzagen,

nicht verzweifeln kann.

Die Hoffnung gibt dem Müden

Ruh und Seelenfrieden.

Hoffnung labt den Kranken

in dem Gedanken.

Selbst in den grössten Schmerzen

beflügelt sie die Herzen

mit neuer Lebensglut.

Und wenn die Sorgen nagen,

das Herz dir will verzagen,

so fasse, fasse Mut!

Die Hoffnung dient zum Stabe,

ja, bis zum späten Grabe

jedem guten Mann.

Die Hoffnung heilt die Wunden,

ja, mehr als Kräuterkunde.

Durch der Zukunft Dunkel,

wie der Sterne Funkeln,

durch Wetternacht

die Holde lacht.

Die Hoffnung gibt dem Müden

Ruh und Seelenfrieden.

Hoffnung labt den Kranken

in dem Hochgedanken

ja seiner Wünsche Ziel.