Warnung und Wunsch

O. Schoeck

Lebe nicht so schnell und stürmisch;

Sieh den holden Frühling prangen,

Höre seine Wonnelieder;

Ach, wie bleich sind deine Wangen!

Welkt die Rose, kehrt sie wieder;

Mit den lauen Frühlingswinden

Kehren auch die Nachtigallen;

Werden sie dich wiederfinden? -

Könnt' ich leben also innig,

Feurig, rasch und ungebunden,

Wie das Leben jenes Blitzes,

Der dort im Gebirg verschwunden!