Dich grüß ich, Freund. Denn ohne dein Geleit
P. Klenau
Dich grüß ich, Freund. Denn ohne dein Geleit
hat keiner der ins Sonnenlicht Entsandten
den Ort gefunden, wo der Weg sich zweit;
den Isthmus, der aus tagerfüllten Landen,
so wunderbar, hin überführt zur Nacht
– noch wunderbarer wohl – des Unbekannten.
Mich lockt sie schon mit zauberschwerer Pracht
ausstrahlend einen sternenhaften Schein;
und wo die Lockung ist, da ist die Macht.
Denn drüben, drüben müssen Länder sein
voll neuer Freuden oder neuer Plagen
-- gleichviel. -- Dort, Freund, dort lasse mich allein
zu neuen Siegen, neuen Niederlagen.
Ich will nicht Himmel, will nicht Hölle schauen,
von Menschenangst in Menschenkindestagen
geboren zwischen Hoffnung und dem Grauen,
und nichts von einem menscherschaffnen Gott:
Dem Unbekannten sollst du mich vertrauen,
und wenn es schrecklich ist, so ist es schön, o Tod.