Die Sterne

P. Lindpaintner

Wie seid ihr, gold'ne Sterne,

so freundlich anzuschau'n!

Wie ging' ich schon so gerne

auf eu'ren lichten Au'n!

Wie muss so still es droben

beu euch, ihr stillen, sein,

wo keine Stürme toben

und keine Wetter dräu'n!

Wo keine Dornen stechen,

kein Sturm an Blüten nagt,

wo keine Herzen brechen

und kein Verlass'ner klagt!

Umsonst such' ich hinieden

den Quell der Seligkeit;

die Welt gibt keinen Frieden,

sie kennt nur Kampf und Streit.

Ach, was ich treib' und lerne,

beruhigt nicht mein Herz;

es strebt hinauf, o Sterne,

es sehnt sich himmelwärts.