Ich will zu meinem Gott mich halten

P. Lindpaintner

Ich will zu meinem Gott mich halten,

und dies soll meine Freude sein,

ich setze auf des Herren Walten

nur meine Zuversicht allein.

So muss mein Herz gegründet ruh'n,

dass ich verkünde all sein Tun.

Er wendet sich stets voll Erbarmen

Zu der Verlaßnen bangem Flehn;

Verschmäht nicht das Gebet der Armen,

Und läßt es nicht umsonst geschehn.

Ja Gott gehöret dieser Ruhm,

Gott hört in seinem Heiligtum.

Dies soll man auf die Nachwelt merken,

Man schreibe dieses freudenvoll:

Das Volk, das noch zu guten Werken

Von Gott geschaffen werden soll,

Wird auch erhört, und gibt hierob,

Dem Gott der Gnaden auch sein Lob.

Herr! du hast deines Namens Ehre

Durch dein Wort herrlich groß gemacht;

Wenn ich anrufe, so erhöre,

Du weißt's ja, eh ich es gedacht,

Gib meiner Seelen grosse Kraft

Zur Übung guter Ritterschaft.

Es danken dir auch auf der Erden,

Herr! alle Könige der Welt;

Indem du läßt gepredigt werden,

Was dir, o König! wohlgefällt;

Sie danken, daß man dich nun ehrt,

Und deines Mundes Reden hört.

Der Herr ist hoch und siehet gerne

auf das, was arm und niedrig heißt,

er kennt die Stolzen in der Ferne.

Wie soll dem Herrn mein armer Geist

vergelten all das große Gut,

das er an mir aus Gnaden tut?

Ich will den Kelch des Heils [nun nehmen,

ich rühme seines Namens] Ruhm;

ich will [mich ob dem Kreuz nicht schämen.

O Herr, ich bin] dein Eigentum!

Ich lobe, ehre, preise dich,

und wenn ich bete, höre mich!