Spätherbst in der unteren Schenke

P. Zwetkoff

Aus den Gruben in der Senke

Streichen faule Schwaden her,

Machen in der untern Schenke

Gast und Wirt das Herz nun schwer.

Ried und Gras verklebt es eisig

Tief gefriert der lehmige Grund,

Um die Hütte steht das Reisig

Schwarz gestapelt Bund bei Bund.

Ausgetan sind rings die Rüben

Und die Senke liegt im Trüben

Und die Glut lischt aus im Schlacht:

Kleine Schenke, gute Nacht!

Und die Rübenzupfer halten

Laut beim Lauch einander frei,

Eh sie ihren Fellsack falten

Für die schöne Slowakei.

Ungebleichten von der Treber

Schlürft der Brenner ohne Halt,

Eh er tief bis in den Feber

Seinen Riemen enger schnallt.

Dösen nun für viele Stunden

Hinterm Öfchen mag der Wirt,

Ehe sich von seinen Kunden

Einer in den Schank verirrt.

Mag durch Kreide, fein gemahlen,

Die verschmutzeten Karten ziehn.

Und er summt, schwingt er den kahlen

Kopf beim Branntwein her und hin.