Es geht kein Rauschen übers Feld

R. Czelinski

Es geht kein Rauschen übers Feld,

Dem nicht mein Horchen nachgestellt

Sehnsüchtig, forschend, unverwandt,

Bis mir sein eigenster Laut bekannt.

Dann sucht mein Finger seinen Grund

Nachtastend auf und müht sich wund,

Den Dämmerlauten nachzugeigen,

Bis ihm der zarteste Ton zu eigen.

Es ist kein Weh in meiner Brust,

In meinem Traum kein Heimwehziel --

Es hat ans Tageslicht gemußt

Zu Schmuck und Zierrat meinem Spiel.

Auch Seufzer, Kuß und Liebeswort

Und was der Freund dem Freunde sagt,

Hab ich in meinen Dienst geplagt

Und weis ihm geigend seinen Ort.

Ich streiche ruhig auf und ab,

Und geb mein blutend Leben her

Und gebe, was noch keiner gab --

Mich aber freut mein Spiel nicht mehr.