Dich meiden

R. Franz

Dich meiden, nein,

die Pein

trägt meine Seele nicht,

wenn du nicht mein

kannst sein,

mein armes Herze bricht.

Dich seh'n, ist Morgenrot,

dich meiden Nacht und Tod.

Die lange Nacht

durchwacht

mein Auge tränenschwer,

die Sternenpracht

entfacht

mein heißes Leid noch mehr,

wenn mir von Hoffnung nicht

ihr leuchtend Prangen spricht.

Du süßes Lieb,

o gib

mir wieder neuen Mut.

Was fort dich trieb,

vergib,

und sei mir wieder gut.

Du bist, ob nah', ob fern,

ja doch mein einz'ger Stern.