Ich armer Mann
R. Franz
Ich armer Mann,
was focht mich an,
als ich die Junge freite,
die nun mit mir
lebt für und für
in leid'gem Widerstreite!
Wenn ich möcht' weinen, lachet sie,
und lach' ich, möcht' sie weinen;
ich seh' wohl, mit der Jugend nie
lässt sich das Alter einen.
Wenn ich mit ihr
einmal spazier',
hat sie stets Lust zu laufen,
ich, müd' und schwer,
trott' hinterher
und kann mich kaum verschnaufen;
wenn sich dann gar 'ne Fiedel rührt,
wo ich's nicht kann verneinen,
und sie zum Tanz ein Lüstchen spürt,
dann Gnade meinen Beinen!
Ich armer Gauch,
was musst' ich auch
das junge Weibchen nehmen,
da sich nicht will
zu Tanz und Spiel
das Alter mehr bequemen?
Drum wenn ihr wollt ein junges Weib
zu eurer Freude haben,
freit jung mit frischem Sinn und Leib,
merkt's wohl, ihr jungen Knaben.