Klagen im Wind
R. Trunk
Ein schmachtendes heißes Begehren,
ein süßes müdes Gewähren
bebt hin im schauernden Wald;
leis zittern des Windes Geigen,
wie wenn in den grauen Zweigen
ein schüchternes Singen verhallt.
Wie irrendes Stimmenkräuseln
so lallt es und surrt es mit Säuseln
und gleicht dem zarten Lied,
das die wehenden Gräser singen,
wie wenn dem Bache das Klingen
der schlürfenden Kiesel entflieht.
Die Seele, die seufzend schwebte
Und in müden Klagen bebte,
muß wohl die unsere sein;
die meine, sag! und die deine,
die so mit leisem Geweine
wehklagt in den Abend hinein...