Mondschein

R. Trunk

So seltsam scheint mir deine Seele, wie

ein Park, durch den ein Zug von Masken flimmert,

doch Tanz und ihrer Lauten Melodie

verbirgt nur Schmerz, der durch die Masken schimmert.

Von Liebe singen sie, bespöttelnd ihr Geschick,

doch Mollklang macht das lose Klimpern trüber,

es scheint, sie glauben selbst nicht an ihr Glück,

und leise rinnt ihr Lied in Mondschein über.

Im Mondschein, der, sanfttraurig, blass und blank,

die Vögel träumen läßt hoch in den Bäumen

und schluchzen die Fontänen, dass sie schlank

und schauernd in die Marmorschalen schäumen.