Voll verzweifelter Hoffnung

S. Wolpe

Voll verzweifelter Hoffnung geh ich umher

und suche nach ihr in allen Winkeln des Hauses,

ich finde sie nicht.

Mein Haus ist klein, und was einmal ging,

kann sich nie wiederfinden.

Aber unendlich groß ist dein Haus, o Herr,

und sie suchend kam ich an deine Tür.

Ich stehe unter dem goldenen Dach deines Abendhimmels

und hebe die flehenden Augen zu deinem Antlitz.

Ich kam zum Rande der Ewigkeit, in der nichts schwindet -

nicht Hoffnung, nicht Glück

und nicht das Bild eines Angesichtes durch Tränen geschaut.

O, tauch mein entleertes Leben in jenen Ozean,

versenk es in seine tiefste Fülle.

Laß mich noch einmal fühlen im weiten Weltall

die süße verlorne Berührung.