Rückkehr in die Heimat

Richard Georg Strauss

Ihr milden Lüfte! Boten Italiens

Und du mit deinen Pappeln, geliebter Strom!

Ihr wogenden Gebirg! o all ihr

Sonnigen Gipfel, so seid ihrs wieder?

Du stiller Ort! in Träumen erscheinst du fern

Nach hoffnungslosen Tage dem Sehnenden.

Und du mein Haus, und ihr Gespielen,

Bäume des Hügels, ihr wohlbekannten!

Wie lange ists, o wie lange! des Kindes Ruh

Ist hin und hin ist Jugend und Lieb und Lust.

Doch du mein Vaterland! du heilig --

Duldendes siehe, du bist geblieben.

Und darum, daß sie dulden mit dir, mit dir

Sich freun, erziehst du teures! die Deinen auch

Und mahnst in Träumen, wenn sie ferne

Schweifen und irren, die Ungetreuen.

Und wenn im heißen Busen dem Jünglinge

Die eigenmächtigen Wünsche besänftiget

Und stille vor dem Schicksal sind, dann

Gibt der Geläuterte dir sich lieber.

Lebt wohl denn, Jugendtage, du Rosenpfad

Der Lieb und all ihr Pfade des Wanderers,

Lebt wohl! und nimm und segne du mein

Leben, o Himmel der Heimat, wieder!