Wohin reicht, wohin die Stimme der Menschen

T. Medek

Wohin reicht, wohin die Stimme der Menschen

wenn sie emporklingt? Schwingen,

schwingen die Himmel von ihr?

Oder verbringt sie immer ein schwindender Wind?

Heute steh ich, steh auf den Türmen der Freude,

heut heut ficht michs nicht an, daß ich vergehe.

Heut ruf ich einen der Rufe. Heut bin ich

ein goldener Leuchter der Stimme.

Diese ist hoch und schöngewachsen. Kein Palmbaum

teilt sich reiner hinan. Und sicher steigt sich, wie immer

seiend. Nur drunter

wechseln die Munde.

Einige stehen so, Gesänge der Menschheit

immer im Gleichgewicht; ruhen

ohne zu schwanken auf unaufhörlich

Anderen auf. Oh hohe

Säule der Hochzeit, erhabene. Heut über meinem

tragenden Herzen. Wie, wie

brichst du das Schweigen

meiner Toten und meins.

Welche springen zu dir, von anderen Säulen,

Bogen herüber-

welche? Ich weiss nicht. Aber ich fühle, daß du

oben Gewölber empfängst.