Mit einer Primula veris
Kienzl, Wilhelm
Mag dir, du zartes Frühlingskind,
Dies erste Blümchen frommen.
Empfang es gern, verschmäh' nicht,
Weil später Rosen kommen.
Wohl köstlich ist die Sommerzeit,
Der Herbst erquickt das Herz,
Der Lenz doch ist der Wonnigste
Mit Liebeslust und Scherz.
Für uns, o holde Maid, erglüht
des Frühlings Morgensonne;
So nimm' die Blum' und gib dafür
dein Herz mit seiner Wonne.