Sturmeswerben

W. Rabl

Hei, wie er tobt!

Wie er die nackten,

Sehnigen Schultern

Wild an die zitternden Scheiben stemmt.

Wie er ruft,

Wie er lockt!

Auf dem Tische das Flämmchen

Huscht hin und her,

Als ob es gescheucht,

Verängstigt wär,

Und die Rose im Glase

Strömt schweren Duft

In die dumpfe,

Brütende Kammerluft.

Was willst du von mir,

Du trotz'ger Geselle?

Was schaust du mit irren,

Glühenden Augen

In meine einsame

Kammer hinein?

Dein

soll ich sein,

Mit dir wandern?

Wohl thät ich's gern,

Denn mein Blut ist heiß,

Doch will ich dir sagen,

Was Keiner weiß:

In Liebe bin ich

Und süßer Noth,

In Sehnsucht, Jubel.

In Lust und Tod --

Eines

Andern!