Mein Sterbelied

W. Rettich

Die Nacht ist weich von Rosensanftmut;

Komm, gib mir deine beiden Hände her,

Mein Herz pocht spät

Und durch mein Blut

Wandert die letzte Nacht und geht

Und naht so weit und ewig wie ein Meer.

Und hast du mich so sehr geliebt,

So nimm das Jubelndste von deinem Tag,

Gib mir das Gold, das keine Wolke trübt.

Es wallen Harmonien aus der Nachtlandferne -

Ich ziehe ein

Und werde Leben sein

Und Leben mich an Leben schmiegen,

Wenn über mir Paradiessterne

Ihre ersten Menschen wiegen.