Stehen und Fallen
W. Speyer
Die Flaschen sind gesetzte Leut',
Wie jeder sein es soll.
Sie stehen da in Festigkeit
Und dennoch sind sie voll.
Die Zecher sind gesetzte Leut',
Die sitzen d'rum herum;
Die sitzen nüchtern, leer und breit,
Da fällt kein einz'ger um.
Jetzt aber sind die Flaschen leer.
Wie sieht das anders aus!
Die Flaschen rollen hin und her,
Und nichts mehr läuft heraus.
Und voll sind auch die Zecher jetzt,
Gestrichen voll von Wein.
Die fallen unter'n Tisch zuletzt;
Es geht nichts mehr hinein.
Die Flasche voll, doch steht sie grad',
Der volle Zecher fällt!
's ist unerklärlich in der Tat:
Wie komisch ist die Welt!