Mitternacht

A. Fries

Mitternacht hat längst geschlagen,

Doch mich fliehen Schlaf und Ruh';

Wilde Phantasien jagen

Meinem Hirne rastlos zu;

Länger kann ich's nicht ertragen

Wissen muss ich, wo weilst Du.

An den Mond und an die Sterne

Pocht mein Geist und forscht um Dich.

Und er will, er muss es lernen,

Wohin Deine Seele wich.

Drum, o komm' aus jenen Fernen;

Denn ich leide fürchterlich.