Der ritterliche Sänger
A. Mayer
In Lieb' entglüht, doch Harmes müde, weihet
Der Sänger sich dem wilden Waffenklang;
Zum heil'gen Krieg in Gottfrieds Schaar gereihet,
Zieht er dahin mit heiterm Abschieds-Sang:
Chorus
In stiller Brust die Traute,
Zur Seite Schwert und Laute,
Zum edlen Kampf für Glaub' und Ritterthum
In Tod zu geh'n, ist Sängers Pflicht und Ruhm!
Er flieht sein Zelt und muntrer Wachen Feuer,
Bei Sternenschein, bis kühl der Morgen graut.
In Einsamkeit erströmt sein Lied ihm freier;
Den Müden stärkt der zarten Saiten Laut:
(
Chorus
Vor Salems Burg, als am ersehnten Ziele,
Der Christen Heer zum letzten Kampfe fleugt, --
Da blinkt sein Schwert im dichten Schlachtgewühle;
Schon wankt der Feind, das frohe Lied entsteigt:
(
Chorus
Doch ach! er sank im frühen Sieges-Kranze;
Des Tapfern Blut aus tiefer Wunde floß,
Er fiel durchbohrt vom kalten Stahl der Lanze
Und seufzt, eh' sich sein Blick im Tode schloß:
(
Chorus