Mit den Bäumen spielt der Wind
A. Vogel
Mit den Bäumen spielt der Wind,
Küßt die Blume still im Moose;
Ruhig in des Waldes Schoose
Lieg' ich hier, ein träumend Kind.
Ach! herab von allen Zweigen
Will sich sel'ger Himmel neigen.
Aus dem fernen Thal empor
Dringt des Waldhorns tröstend' Hallen
Und des Tones Geister wallen
Durch die Waldesnacht hervor,
Gleich als wollten sie mir sagen
Von der Kindheit bessern Tagen.
Und ein Vöglein guckt mich an
Mit den Äuglein schwarz und niedlich,
Hüpft um mich so zahm und friedlich,
Pickt an meine Brust heran.
Vöglein! laß' das ruh'n im Herzen,
D'rinnen schlafen schlimme Schmerzen.