Fünfte Nacht
C. Banck
Wie lange bleibst du heute, Freund!
Hat Mitternacht geschlagen.
Ich habe schon mich satt geweint,
und meine Augen klagen,
dass sie so lange offen steh'n,
sie mochten gerne schlafen geh'n.
Ich wuch sie gern in deinem Licht,
die matten, blöden Sterne;
doch heute denkst du meiner nicht,
weilst außen, ach, so gerne!
Hängst irgendwo in Liebesweh'n
und lässt mich hier in Leid vergeh'n.
Und kommst du morgen wohl herauf
und findest sie geschlossen:
o lass sie ruh'n, weck' sie nicht auf,
bis dass der Bach verflossen
und alle Räder stille steh'n
und Alle, Alle schlafen geh'n.