Nacht

Berg, Alban

Dämmern Wolken über Nacht und Tal.

Nebel schweben. Wasser rauschen sacht.

Nun entschleiert sich's mit einem Mal.

O gib acht! gib acht!

Weites Wunderland ist aufgetan,

Silbern ragen Berge traumhaft groß,

Stille Pfade silberlicht talan

Aus verborg'nem Schoß.

Und die hehre Welt so traumhaft rein.

Stummer Buchenbaum am Wege steht

Schattenschwarz – ein Hauch vom fernen Hain

Einsam leise weht.

Und aus tiefen Grundes Düsterheit

Blinken Lichter auf in stummer Nacht.

Trinke Seele! trinke Einsamkeit!

O gib acht! gib acht!