So wünsch ich ihr ein gute Nacht
Brahms, Johannes
So wünsch ich ihr ein gute Nacht,
bei der ich war
alleine;
ein freundlich Wort sie zu mir sprach,
da wir uns sollten
scheiden.
Ich scheid mit Leid,
Gott weiß die Zeit,
wiederkommen bringt uns Freud
Zu
Nächten da ich bei ihr war
ihr Angesicht wollt röten
sie sah den Knaben freundlich an,
sprach: Gott tu dich behüten.
Mein Schimpf, mein Schmerz
bricht mir mein Herz
das
werd ich jetzund innen.
Das Maidlein an der Zinnen stand
hub kläglich an zu weinen:
gedenk daran du Reitersknab
laß mich nicht läng'r alleine;
kehr wieder bald,
mein Aufenthalt,
lös mich von schweren Träumen.
Der Knab wohl üb'r die Heiden reit't
und wend't sein Rößlein rumme:
daran gedenk, du schöne Maid,
und kehr dein Red nit umme;
beschert Gott Glück,
gehts wieder zurück,
du bleibst mein'm Herzen eine Kron.