Strophen

C. Ressler

Wenn du hinweggegangen,

Glaub' ich lange dich noch zu sehn;

Um die Schläfe und um die Wangen

Deinen Athem mir fühl' ich wehn.

Wenn von deinen Reden

Längst der Ton dem Ohre verklang,

Hört die entzückte Seele jeden

Laut, den du gesprochen, noch lang.

In der Stille der Nächte,

Wenn voll Bangen das Herz mir schlägt,

Fühl' ich, wie leise sich deine Rechte

Auf die Stirne, die Brust mir legt.

Arme, die weich mich umranken,

Wiegen mich ein; ich athme kaum;

Deine Worte, deine Gedanken

Klingen und duften um mich im Traum.