Allein bist, Mutter, du daheim

C. Sinding

Allein bist, Mutter, du daheim,

und sehnest dich nach mir,

und sorgest nur für deinen Sohn,

der wandelt fern von dir!

Du weintest manche Thräne wohl,

da ich von Haus ging fort,

ich sah nicht, wie um's Herz dir bang,

vergass gar bald dein Wort.

Ich wollte in die Welt hinaus,

von Stadt zu Stadt ich rannt'

und dachte nicht an dich daheim;

dein Herze für mich brannt'.

Ich wollte in die Welt hinaus,

und lieben schöne Frau'n,

und dachte nicht, ob dich daheim

ich wieder dürfte schau'n.