Entgangen, Herr, der Bürde
E. Schmid
Entgangen, Herr, der Bürde, die mir schwer
und unlieb war, getrennt von Erdensachen,
wend ich mich müd zu dir, ein schwacher Nachen
aus Stürmen in das milde ebne Meer.
Die Dornen, Nägel, beide deine Hände,
dein lindes Antlitz, das in Großmut scheue,
versprechen Gnade meiner tiefen Reue
und Hoffnung, daß ihr Heil die Seele fände.
Daß nicht dein Aug dich richtend anschaun hieße
Vergangnes; daß ich, deines Ohrs Betrüber,
nicht fürchten müsse deines Arms Erhebung.
Dein Blut nur komme über mich und fließe
jemehr, jemehr ich älter werde, über
von Beistand und von völliger Vergebung