Gebt meinen Augen

E. Schmid

Gebt meinen Augen wieder, Quellen, Flüsse,

die starken Wellen, die nicht euer eigen

und die euch wachsen machen, höher steigen,

als sonst der Brauch ist euerer Ergüsse.

Und du, gedrängte Luft, die Himmelslichte

mir dämpft, als ob sie ganz voll Seufzer wäre,

gib sie ans müde Herz zurück und kläre

dein Finstres meinem schärferen Gesichte.

Die Erde selbst erstatte meinen Sohlen

die Schritte wieder, ihrem Gras zuliebe,

das Echo, meiner müde, mir den Klang;

laß meinen Blick aus deinem Aug mich holen,

daß ich zu andrem Lieben fähig bliebe

bei deinem unbefriedigten Empfang.