Goldne Wellen, goldne Bäume
F. Naubert
Gold'ne Wellen, gold'ne Bäume,
Alles strahlt in Glück und Glanz,
Durch die weiten Himmelsräume
Schweben unsrer Liebe Träume,
Zieht ein ew'ger Liederkranz.
Heimlich gucken aus den Wellen
Nirenaugen, wunderbar,
All die kleinen Blätter schwellen,
Möchten zärtlich sich gesellen
Einem sel'gen Liebespaar.
Schaukle leise, Schifflein, leise,
Wieg' zu ew'gem Glück uns ein!
Deine silberhellen Gleise,
Wie die gold'nen Wasserkreise,
Sind der Liebe Wiederschein!
Wie der Wind den Athem anhielt,
Und die Bäume selbst ihr Rauschen,
Daß von all dem schönen Singen
Ja kein Laut verloren ginge.