In der einen Hand den Stab
H. Kaun
In der einen Hand den Stab,
das Täschchen in der andern,
ganz wie einst als kecker Knab',
mach ich mich ans Wandern.
Einer, der kein Heim mehr hat,
zieh ich in die Weite.
Niemand in der grossen Stadt
gibt mir das Geleite.
Weder Freund noch holdes Kind
küssen mich voll Bangen,
nur ein leiser Morgenwind
streichelt mir die Wangen.
Sei es drum! Ins Land hinein
schreit ich ohne Klagen.
Bin ich auch für mich allein,
darf ich doch nicht zagen.
Hab' ja mich auf mich gestellt,
brauch ich keinen andern.
Kann ich durch die weite Welt
fest und sicher wandern.