Drei schöne Dinge seind
H. Schütz
Drei schöne Dinge seind, die beide Gott und
Menschen wohlgefallen: wann Brüder eins seind.
Wie der köstliche Balsam ist, der vom Häupt Aaron
herabfleußt in seinen ganzen Bart, der herabfleußt
in sein Kleid, wie der Tau, der vom idermon herab
fällt auf die Berge Zion, siehe so fein und lieblich
ist, daß Brüder einträchtig bei einander wohnen.
Drei schöne Dinge seind, die beide Gott und Menschen wohlgefallen:
wenn Nachbaren sich lieb haben. Wenn dir's übel
gehet, so ist dir ein Nachbar besser in der Nähe als
ein Bruder in der Ferne. Liebe deinen Nächsten als
dich selbst. Denn so ihr euch untereinander beißet,
so sehet zu, daß ihr nicht untereinander verzehret werdet.
Drei schöne Dinge seind, die beide Gott und
Menschen wohlgefallen: wenn Mann und Weib
sich miteinander wohl begehen. Die Männer sollen
ihre Weiber lieben als ihre eigenen Leiber. Wenn
jemand sein Weib liebet, der liebet sich selbst. Die
Weiber seien untertan ihren Männern in allen
Dingen, als dem Herren. Die Ehe soll ehrlich gehalten
werden bei allen und das Ehbette unbeflecket.
Es ist ein groß Geheimnis vor Christo und der Gemeine.
Drei schöne Dinge seind, die beide Gott und
Menschen wohlgefallen. Denn daselbst verheißt
der Herr Segen und Leben immer und ewiglich.