Zweierlei bitte ich, Herr, von dir

H. Schütz

Zweierlei bitte ich, Herr, von dir,

die wollest du mir nicht wegern,

ehe denn ich sterbe.

Abgötterei und Lügen

lass ferne von mir sein.

Armuth und Reichtum gieb mir nicht,

lass mich aber mein bescheiden Theil

Speise dahin nehmen,

ich möchte sonst,

wo ich zu satt würde,

verleugnen und sagen:

Wer ist der Herr?

Oder wo ich zu arm würde,

möchte ich stehlen

und mich an dem Namen

meines Gottes vergreifen.