Ich singe der Kraft, die die Erde erhält

H. Sommer

Ich singe der Kraft, die die Erde erhält,

Die Schönes mit Schönem geeinet,

Ihr dienen die Götter, ihr beugt sich die Welt,

Ihr Eigenthum ist, was erscheinet.

Ich singe der Macht, die in Blumen erblüht,

Die Samen zu Samen beweget,

Die zart auf den duftigen Wangen erglüht,

Die Herzen im Sturme erreget.

Ich singe dem Gott, der mit schwirrendem Pfeil

Nur endlos Verwirrungen stiftet,

Der Alles bezwinget, zum Fluch und zum Heil

Erwecket, verwundet, vergiftet.