Nicht lange ist's her, da lachte die Welt mir und das Meer

H. Sommer

Nicht lange ist's her, da lachte

Die Welt mir und das Meer,

Da kam der Sturm, und machte

Das Herz mir todt und schwer.

Und doch muß ich es tragen

Hier in der Brust wie Stein,

Bei jeder meiner Klagen,

Da sinkt es tiefer ein.

Ich fühl' nicht mehr sein Klopfen,

Dem kalten Erz ist's gleich --

Die heißen Thränentropfen,

Die machten es nicht weich.

Denn meine Thränen sprühten

Als Feuerfunken drauf,

Und härteten und glühten

Zu Stahl es. -- Hebt es auf,

Ihr Seufzer, reißt das Herz mir

Doch aus der Brust! Befreit

Mich, nehmt den Schmerz mir,

Die große Müdigkeit.

Versenkt es in die Wellen,

In's große weite Meer,

Den Felsen zugesellen

Das Herz, so todt und schwer.