Weine nicht, weil dich die Götter gesendet

H. Sommer

Weine nicht, weil Dich die Götter gesendet,

Weil sich mein Schicksal, mein Leben vollendet. --

Was man besingen kann, durfte ich sagen.

Was man ertragen kann, hab' ich getragen,

Danke den Göttern: ich habe geendet!

Weine nicht! Staub ist das Leben und Kleinheit,

Laß mich vergeh'n in der ewigen Einheit,

Alles, was mein war, das hat mich verlassen,

Laß mich das Ganze im Fluge erfassen,

Daß ich es schaue in leuchtender Reinheit!

Weine nicht! Singst Du dereinst meine Lieder,

Weht Dir mein Geist durch die Ewigkeit wieder.

Dein will ich bleiben, in schwingenden Tönen,

Nun bin ich müde -- will ruh'n, in der schönen

Lockenden Meerfluth leg' ich mich nieder!