Im Dienst
H. Sommer
Im Dienst -- im Dienst! o schlimmes Wort
Das klingt so starr und frostig;
Die Lieb ist hin, der Lenz ist fort,
Mein Herz, werd' mir nicht rostig.
Trompete sieht mich traurig an,
Mit Flor ist sie umhangen;
Sie haben den lustigen Fiedelmann
In Käfig eingefangen.
Die schwere Zeit, die schwere Noth
Sank lastend auf ihn nieder,
Muß spielen um sein täglich Brod --
Verstummt sind seine Lieder.
Der einst, die Zither leicht im Arm,
Sang an des Rheines Welle,
Schlägt jetzt den Takt, -- daß Gott erbarm!
In der Sistin'schen Kapelle.