Das Wunderlied

J. Lenot

Schwärmend trat ich aus glitzerndem Herzen

Wogender Liebesfäden,

Ganz schüchtern, hervor; Nacht im Auge,

Geöffnete Lippen …

Aber wo auch ein See lockte,

Goldene Tränke,

Starb an der Labe mein pochendes Wild

In der Brust.

Was soll mir der Wein deines Tisches,

Reichst du mir des Herzens Mannah * nicht.

Süß mir, wenn ich im Rauschen der Liebe

Für dich gestorben wär –

Nun ist mein Leben verschneit,

Erstarrt meine Seele,

Die lächelte sonntäglich dir

Frieden ins Herz.

Ich suche das Glück nicht mehr.

Wo ich auch unter hochzeitlichem Morgen saß,

Erfror der träumende Lotos

Auf meinem Blut.