Ein Abschied

K. Eckert

Ein Schifflein stößt vom Lande

Weit in die blaue See;

Du armes Herz am Strande,

Das Scheiden tut so weh.

Es grüßt, es winkt von Ferne

ein Tüchlein weiß und fein;

Vier treue Liebessterne,

Verlieren ihren Schein.

Du an der Uferstelle,

Du auf dem Schifflein dort;

Die Träne trinkt die Welle,

Im Wind verweht das Wort.

Verschwunden und verflogen,

Was auf den Wellen trieb;

Einsam zurückgezogen,

Wer lang am Ufer blieb.

Die Wellen gehn und schwellen

Gleichgültig ihre Bahn;

Was geht denn auch die Wellen

Ein Menschenabschied an?