Das Flötenlied des Herbstes
Penderecki, Krzysztof
Du armer Wanderer! Fern dem Vaterlande
Und müd und ohne Freunde, sehnst du dich
Umsonst nach deiner Heimat Mutterlaut.
Zwar blüht der Sommer so verschwenderisch,
Dass du noch reich scheinst. Auch der Vögel Sang
Ertönt wie in der Heimat dir vertraut.
Doch wehe! Wenn das Flötenlied des Herbstes
Dein Ohr trifft: das Gezirpe der Zikaden, –
Und wenn der Sturmwind durch die Wolken wühlt!
Dann wirst du das Gesicht in beide Hände
Vergraben, und dein Aug wird überfließen,
Und deine Seele wird sich heimwärts wenden
Voll Qual in das geliebte Vaterland.