Mondnacht
Penderecki, Krzysztof
Hinter der schroffen Felsenklippe sinkt
Das goldene Gestirn des Tags zur Ruh,
Aus feuchtem Tale steigt der Mond herauf.
Ich schlage meines Wagens Dach zurück,
Mit unbedecktem Haupte lenke ich
Mein weißes Pferd durch schöne, kühle Nacht.
O Welt um mich herum! Ein feiner Wind
Bringt mir den Duft von unbekannten Blumen,
Der Tau liegt perlend auf dem Wiesengras.
Du meine Laute, hätt ich jetzt dich hier!
Wie wollte ich dich rühren, um den Stimmen
Der Nacht zu künden, daß ich sie versteh.
Mein Herz ist voll von unbestimmter Sehnsucht,
Wie wär ich selig, wenn ich singen dürfte, –
O meine Laute, hätt ich jetzt dich hier!