Konzert

L. Haug

Die Geigen schwirren hoch und weich,

Das Horn klagt aus der Tiefe her,

Die Damen glitzern bunt und reich

Und Lichtgefunkel drüber her.

Ich schließe meine Augen still:

Ich sehe einen Baum im Schnee,

Der steht allein, hat was er will,

Sein eigen Glück, sein eigen Weh.

Beklommen geh ich aus dem Saal

Und hinter mir der Lärm verklingt

Von halber Lust, von halber Qual --

Mir blieb er unbeschwingt.

Ich suche meinen Baum im Schnee,

Ich möchte haben, was er hat,

Mein eigen Glück, mein eigen Weh,

Das macht die Seele satt.