Wie eine Welle, die vom Schaum gekränzt

L. Haug

Wie eine Welle, die vom Schaum gekränzt

Aus blauer Flut sich voll Verlangen reckt

Und müd und schön im großen Meer verglänzt -

Wie eine Wolke, die im leisen Wind

Hinsegelnd aller Pilger Sehnsucht weckt

Und blaß und silbern in den Tag verrinnt -

Und wie ein Lied am heißen Straßenrand

Fremdtönig klingt mit wunderlichem Reim

Und dir das Herz entführt weit über Land -

So weht mein Leben flüchtig durch die Zeit,

Ist bald vertönt und mündet doch geheim

Ins Reich der Sehnsucht und der Ewigkeit.