Sommernacht

L. Haug

Tropfen sinken, die Luft ist bang.

Noch geht kein Wind.

Ein Trunkener singt die Straße entlang.

Sein Lied ist irr und schwach wie ein Kind.

Nun schweigt er ganz:

Der Himmel zerreißt

Und grell im blauweißen Glanz

Der Blitze die Straße gleißt.

Wie Getrabe von weißen Rossen

Rauscht Regen heran.

Alles Licht erlosch, alle Form zerrann,

Stürzende Wogen halten mich eingeschlossen.