Töne
L. Spohr
Worte hab ich nicht, um dir zu sagen,
Was für dich im tiefsten Herzen glüht,
Worte find'ich nicht, um dir zu klagen,
Wie der Sehnsucht Weh die Brust durchzieht.
Höre denn der Saiten leises Flehen,
Höre denn der Töne mächt'gen Klang,
Liebe flüsternd wie des Zephyrs Wehen,
Brausend wie der Strom in wildem Drang.
Nah'n sie dir auf ihren Geisterschwingen,
Und du lauschest meinen Boten nicht,
Mögen sie verrauschen und verklingen,
Wie mein Herz in stiller Wehmut bricht.