Bruder Straubinger spricht
R. Förster
Nur Pappeln zur Rechten
Und Pappeln zur Linken,
Es giebt nichts zu fechten,
Es giebt nichts zu trinken.
Versiegt ist die Flasche,
Vertrocknet der Propf,
Kein Brot in der Tasche,
Im Beutel kein Knopf!
Ich schau' wie im Spiegel
Die Mutter am Feuer.
Jetzt rührt sie im Tiegel
Das Mehl und die Eier.
Es brodelt die Butter,
Es bräunt sich der Weck. --
O Heimat, o Mutter,
O Schinken, o Speck!
Du Herberg' zur Sonne,
Ich denke auch deiner.
Wie gross auch die Tonne,
Mein Durst war nicht kleiner.
Frau Wirthin, die runde
War lieb und voll Huld.
Auf kirschrothem Munde
Beglich ich die Schuld.
Wer kommt dort geschritten?
Der darf nicht vorüber.
Herr, lasst Euch erbitten
Und reicht einen Stüber!
Was lacht er, was spricht er?
O Jammer und Spott!
Der Arme ist Dichter. --
Behüte Euch Gott!