Ein Neues
R. Stephan
Hoch lodern des Abendfeurs Flammen.
Auf seines Scheiterhaufens Glut
trugen wir lachend und hochgemut
all unsere Jugendwünsche zusammen.
Wir stehn und sehn wie helle sie brennen,
wir haben das Alte abgetan
und sehen ein Neues, ein Herrliches nahn;
der höchsten Schöpfung höchstes Erkennen.
Es ist als ob eines edlen Weines tiefernster Geist
unsere Sinne umfängt.
Ist kein Gedanke, der süßer sich denkt:
Mein Kind und Deines.